alles ich

Eine kluge Eule schneidet Gemüse. Der lustige Bär animiert das Dreckschwein zum Tanz. Bambi lugt schüchtern unter dem Esstisch hervor, während die asoziale Hyäne den Tisch mit Limo übergießt.

„alles ich“ ist eine Performance für alle, die herausfinden möchten, welche ungeahnten Seiten noch in einem stecken. Eine partizipative Performance, die die Identität eines*r jeden Teilnehmer*in hinterfragt und jeder*m die Möglichkeit gibt diese neu zu definieren. Eine Versuchsanordnung, die genauso weh tun kann, wie sie glücklich macht. Eine Herausforderung für jede*n.

30 Menschen sind eingeladen gemeinsam ein Abendessen zuzubereiten. Während die einen schnippeln bauen andere die Tische auf, legen Teller und Besteck zurecht oder kümmern sich um atmosphärisches Licht. Während das Essen vorbereitet wird, wird jede*r der Teilnehmer*in einzeln von den Gastgeberinnen heimlich in eine kleine Kammer gelotst, um dort herauszufinden welches „Tier“ jene*r an diesem Abend ausprobieren möchte. Ist ein „Tier“ gefunden, werden dem*r Teilnehmer*in die dazu passenden Handlungsanweisungen gegeben, Verhaltensvorschläge, die sich im Laufe des Abends steigern bis es durch Requisiten offenbar wird, dass neue Arten von Sein getestet werden. So wird zum Beispiel die „Schmusekatze“ aufgefordert, andere Menschen während ihrer Tätigkeiten zufällig zu streifen und zu berühren, später Massagen anzubieten, und ein kuscheliges Fell über dem Kopf zu tragen. Dem dreckigen Schwein dagegen wird vorgeschlagen versaute Witze zu machen, später schamlos zu rülpsen, und schließlich, ausgestattet mit einem Ganzkörperanzug, mit Lebensmitteln herumzusauen. Außerdem gibt es eine Kammer, in der die Tiere Statements zum Abend mithilfe einer Videokamera aufnehmen können. Diese werden nach dem gemeinsamen Abendessen abgespielt und decken auf, wie sich die Teilnehmenden im Verlaufe des Abends gefühlt haben auf.

Performance und Konzept

katze und krieg in Kooperation mit theatrale subversion

Kostüm

Bianca Muckelmann

Aufführungen

Am 13./ 14./ 15./ 16./ 17. Januar 2010 fand die Performance im LOT-Theater Braunschweig statt.
Am 27./ 28./ 29./ 30/ 31. Januar 2010 fand die Performance im Theaterhaus Hildesheim statt.
Am 3./ 4./ 5./ 6./ 7. Februar 2010 fand die Peformance in der Brotfabrik Berlin statt.
Am 15. und 16. Juni 2011 fand die Performance im Rahmen des Festivals „Theaterszene Europa“ der Studiobühne Köln statt.
Am 16. und 17. September 2011 fand die Performance im Rahmen des Explosive-Festival für junges Theater im Schlachthof Bremen statt.
Am 20. April 2012 fand die Performance im Rahmen des Norddeutschen Kinder- und Jugendtheaterfestival „Hart am Wind“ am Theater in Göttingen statt.
Am 22. April 2012 fand die Performance im Theaterhaus Hildesheim im Rahmen des Freizeichen-Festivals statt.

Fotos

Andreas Hartmann

Presse

Hildesheimer Zeitung 2010
HAU 100 Wort 2010
Zett Oktober 2011

Unterstützung

Gefördert von der Stiftung Niedersachen, dem Land Niedersachsen und der Weinhagenstiftung