Brutzelle für das Paradies

Ab dem Beginn der Performance suchen und entwickeln katze und krieg ein zwischen ihnen und im Raum liegendes Paradies. katze und krieg schlafen im Raum der Performance, die mit dem Aufwachen beginnt, und in der Dunkelheit des Abends endet. Im Raum gibt es außer Matratzen, Bettzeug und Essen nur noch einen Stapel weißes DinA4 Papier, Tinte, Wasser, eine Pipette, Pinsel und Klebeband. Die Tür des Raumes steht offen. Der oder die Zuschauer*in kann kommen, bleiben, gehen und wiederkommen nach Belieben.

Der Raum wird im Laufe der Zeit mehr und mehr mit Zetteln bedeckt. katze und krieg schreiben immer wieder Neudefinierungen von Gegenständen im Raum auf einen Zettel. Diese Neudefinierungen sind erdachte, utopische Verbesserungen, neue Zuschreibungen für die jeweiligen Gegenstände. Diese Zettel kleben sie anschließend an den Gegenständen fest. Nach jedem einzelnen geschriebenen Zettel fügen katze und krieg einen Tropfen schwarze Tinte dem Wasser hinzu, sodass die Schrift mit fortlaufender Zeit immer schwärzer wird.

Zu lesen ist beispielsweise auf Zetteln die an einem Lichtschalter hängen: „Glück beim Drücken“, darauf klebt: „Erleuchtung beim Drücken“, dann: „Liebe beim Drücken“. An der Wand ist zum Beispiel auf einem Zettel zu lesen: „Keine Wand“, daneben hängt ein zweiter Zettel: „Gibt dir einen Ausblick übers ganze Land“, darauf kleben weitere Zettel: „die ganze Welt“, „das Universum“, „in dich selbst hinein“.

 

Aufführungen

Am 12. Oktober 2008 fand die Performance im Rahmen des Festivals „Zoom! International performanceart – Südostasien“ im Glockenturm der Martinikirche in Hildesheim statt.

Am 12. Februar 2011 fand die Performance im Rahmen des Bloggerkongresses „Re-evolution: Krise muss nicht traurig sein“ im Kunsthaus Rhenania in Köln statt.